Hallo Ihr Schneemänner,
es ist beinahe unglaublich aber es ist wahr. Ich schreibe einmal mehr in meinen seit einiger Zeit vereinsamten Blog.
Der November war einfach nicht geeignet, um Blogeinträge zu verfassen. Zunächst war ich eine Woche in Nicaragua, erst am Meer, denn am See auf dem ersten Zwischenseminar von Eirene. Außerdem hab ich versucht und es schlussendlich auch geschafft meinen ersten Rundbrief für meinen Unterstützerkreis zu schreiben. Nicht zu vergessen meine Arbeit in San Rafael und damit das Projekt mit den Heilpflanzen in einer Grundschule.
Ihr seht also ich hab doch hin und wieder etwas zu tun. Eine Tatsache, die einen Freiwilligen schon einmal leicht überfordern kann.
Zu all dem kam auch noch das Wetter, mit dem ich mich in diesem vermeintlich ersten regenfreien und damit Sommermonat hatte auseinandersetzen müssen, was mir schließlich die letzte Kraft kostete.
Denn außer die Woche in Nicaragua möchte ich diesen Monat weder als „regenfrei“ noch als „sommerlich“ bezeichnen. Ganz im Gegenteil es kam noch etwas dazu; der Wind.
Das himmlische Kind zog wie kein anderes durchs Haus und brachte uns alle zum frieren.
Und dann war da ja noch was. Ja, die Vorweihnachtszeit ist angebrochen. Am Sonntag war schon wieder der erste Advent. Zu Hause bei Margharita wurde schon gleich die Woche nachdem ich aus Nicaragua zurückkam der Weihnachtsbaum geschmückt und überall blinkt es und funkelts’.
Das Gloria in excelsis deo habe ich ja schon im Oktober in der CEUNA hören dürfen. Vor einer halben Stunde dann im Radio – Last Christmas. Ja, bald ist Weihnachten.
Das bedeutet auch, dass ich mir überlegen muss wo, wie und wann ich Weihnachten und Silvester feiern will und werde, damit ich meinen Urlaub einreichen kann.
Ihr seht also alle, ich hab zu tun und werde deswegen auch gleich wieder meinen kleinen Zwischenbericht beenden und mich der Wirklichkeit stellen…
Für den Abschluss dieses Berichts habe ich vorletztes Wochenende extra ein kleines Gedicht geschrieben, dieses liegt aber in San José in Lillis Wohnung. Das heißt ihr müsst Euch mit meinem lyrischen Frühwerk und meinen Gedanken zum Tannenbaum bis zum nächsten Mal gedulden.
Damit ihr geistig aber nicht von der Stange fallt, habe ich trotzdem eine Kleinigkeit zum nachdenken vorbereitet. Es lässt wohl auch eine Verbindung zum vorweihnachtlichen Konsum und dem folgenden Text herstellen.
Kritik des Kapitalismus
Der aus dem philosophischen Erbe gerettete Humanismus bringt Marx zu folgender Kritik am Kapitalismus: „Im Kapitalismus sind die agierenden Individuen nicht mehr die Subjekte des Prozesses, sondern zu bloßen Objekten degradiert. Im Verwertungsprozess des Kapitals ist es nicht mehr der Arbeiter, der die Produktionsmittel anwendet, sondern es sind die Produktionsmittel, die den Arbeiter anwenden. Statt von ihm als stoffliche Elemente seiner produktiven Tätigkeit verzehrt zu werden, verzehren sie ihn als Ferment ihres eigenen Lebensprozesses, und der Lebensprozess des Kapitals besteht nur in seiner eigenen Bewegung als sich selbst verwertender Wert.” Diese Umdrehung des Verhältnisses von Subjekt und Objekt gilt jedoch in letzter Instanz sogar für die Kapitalisten: Ihr persönliches Wollen spielt gegenüber den Marktgesetzen keine Rolle. Alle, also Kapitalisten wie Proletarier, müssen sich – bei allerdings durchaus verschiedenen Voraussetzungen – so verhalten, wie es der Kapitalismus als System von ihnen verlangt, ob sie das nun individuell wollen oder nicht. Der Kapitalismus gilt daher Marx als die vollendete Umkehrung menschlicher Geschichte und menschlicher Lebensverhältnisse: Die Menschen werden zu Anhängseln, zu Marionetten der von ihnen selbst geschaffenen Verhältnisse.
(Quelle: Encarta Enzyklpädie 2004)
Mittwoch, 3. Dezember 2008
Donnerstag, 6. November 2008
Vom Wert des Dachs
Nun bin ich also über 3 Monate hier im Land und damit von zu Hause weg.
Einer von vielen Gründen diese Reise, dieses Abendteuer anzutreten, war der, nicht in einer Lebenswelt stecken zu bleiben.
Ich habe mich zu Hause wirklich wohlgefühlt, was auf der einen Seite natürlich eine tolle Sache ist. Aber so wie alle guten und auch schlechten Dinge eine positive wie eine negative Seite haben, hat auch das sein negatives: ich hatte das Gefühl einzurosten und das schon so jung. Einige eingerostete Stellen kann ich hier immer wieder feststellen.
Für alle die meine „Rost-Metapher“ nicht verstehen, ich kann es auch anders ausdrücken: Wir sind in Deutschland doch sehr verwöhnt. Einfachere Lebensverhältnisse bzw. schon andere Lebenswirklichkeiten können uns da ein Stück weit aus unserer Verwöhntheit herausholen und uns somit ein bisschen entwöhnen also entrosten.
In diesem Zusammenhang sei aber auch gesagt, dass es neben der Realität hier durchaus andere Flecken auf der Erde gibt, die dem Verwöhnten weitaus mehr Anstrengungen abverlangen.
Ein Beispiel will ich aber doch nennen mag es auch noch so simpel sein.
Wenn es regnet, schützt uns für gewöhnlich ein Dach über dem Kopf. Im Prinzip bemerken wir es gar nicht mehr, was für einen Wert ein Dach über dem Kopf eigentlich hat. Etwas mehr zu schätzen lernt man diese Sache wieder, wenn das Dach, welches uns schützen soll plötzlich Risse, undichte Stellen aufweist. Wir müssen möglicherweise das Bett verschieben, um nicht im Schlaf nass zu werden. Vielleicht müssen wir sogar unsere Kleider, die bisher in einem Regal gelagert waren, an einen anderen Platz tun, weil sich die Risse im Dach genau über dem Kleiderschrank aufgetan hatten und alles feucht und nass machen.
Wenn wir in unserem Bett liegen und ausruhen oder ein bisschen lesen, hören wir wie das Wasser aus den undichten Stellen auf den Boden tropft. Wenn wir nun aufstehen und unvorsichtig sind treten wir auf eine nasse Stelle.
Erst wieder wenn die undichten Stellen behoben sind und wir beim nächsten Regenschauer keinen Tropfen hören, die Kleider wieder an Ort und Stelle räumen können, das Bett an seiner Stelle stehen bleibt und wir beim hinein- und hinausgehen uns die Füße nicht nass machen, zieht in das Zimmer wieder diese wohlige Atmosphäre ein, die uns entspannen lässt. Erst jetzt erkennen wir den Wert ein Dach über dem Kopf zu haben und können nur ansatzweise fühlen wie es wohl sein muss keines zu haben.
Einer von vielen Gründen diese Reise, dieses Abendteuer anzutreten, war der, nicht in einer Lebenswelt stecken zu bleiben.
Ich habe mich zu Hause wirklich wohlgefühlt, was auf der einen Seite natürlich eine tolle Sache ist. Aber so wie alle guten und auch schlechten Dinge eine positive wie eine negative Seite haben, hat auch das sein negatives: ich hatte das Gefühl einzurosten und das schon so jung. Einige eingerostete Stellen kann ich hier immer wieder feststellen.
Für alle die meine „Rost-Metapher“ nicht verstehen, ich kann es auch anders ausdrücken: Wir sind in Deutschland doch sehr verwöhnt. Einfachere Lebensverhältnisse bzw. schon andere Lebenswirklichkeiten können uns da ein Stück weit aus unserer Verwöhntheit herausholen und uns somit ein bisschen entwöhnen also entrosten.
In diesem Zusammenhang sei aber auch gesagt, dass es neben der Realität hier durchaus andere Flecken auf der Erde gibt, die dem Verwöhnten weitaus mehr Anstrengungen abverlangen.
Ein Beispiel will ich aber doch nennen mag es auch noch so simpel sein.
Wenn es regnet, schützt uns für gewöhnlich ein Dach über dem Kopf. Im Prinzip bemerken wir es gar nicht mehr, was für einen Wert ein Dach über dem Kopf eigentlich hat. Etwas mehr zu schätzen lernt man diese Sache wieder, wenn das Dach, welches uns schützen soll plötzlich Risse, undichte Stellen aufweist. Wir müssen möglicherweise das Bett verschieben, um nicht im Schlaf nass zu werden. Vielleicht müssen wir sogar unsere Kleider, die bisher in einem Regal gelagert waren, an einen anderen Platz tun, weil sich die Risse im Dach genau über dem Kleiderschrank aufgetan hatten und alles feucht und nass machen.
Wenn wir in unserem Bett liegen und ausruhen oder ein bisschen lesen, hören wir wie das Wasser aus den undichten Stellen auf den Boden tropft. Wenn wir nun aufstehen und unvorsichtig sind treten wir auf eine nasse Stelle.
Erst wieder wenn die undichten Stellen behoben sind und wir beim nächsten Regenschauer keinen Tropfen hören, die Kleider wieder an Ort und Stelle räumen können, das Bett an seiner Stelle stehen bleibt und wir beim hinein- und hinausgehen uns die Füße nicht nass machen, zieht in das Zimmer wieder diese wohlige Atmosphäre ein, die uns entspannen lässt. Erst jetzt erkennen wir den Wert ein Dach über dem Kopf zu haben und können nur ansatzweise fühlen wie es wohl sein muss keines zu haben.
Das Amt
Zu beginn gibt es heute einmal ein kleines Ratespiel. Die Frage lautet wo befinden wir uns?
Hier die Beschreibung: Es sitzen Menschen hinter Glasscheiben, bei denen man den Pass verlängern, Führungszeugnisse und sonstigen Rat erfragen kann. Diese Menschen tun dies in deutscher Gründlich- und Ordentlichkeit. Kopien eines Passes können ohne den Originalpass selbst gesehen zu haben auf keinen Fall beglaubigt werden. An den Wänden hängen Bilder vom Brandenburger Tor und von Bundespräsident Horst Köhler. Bevor man seinen Rat bei den Beamten erfragen kann, muss man abwarten bis sein Name aufgerufen wird. Solange kann man aber in Zeitschriften wie dem Spiegel oder der Wirtschaftswoche blättern und sich die Zeit im klimatisierten und melonefarbenen Wartezimmer verkürzen. Auch ein Plakat über die bald statt findende Motorenmesse in Karlsruhe informiert den Wartenden.
Haben Sie es schon erraten? Vielleicht kann Ihnen die Überschrift dabei helfen?
Und?
Die Antwort lautet: Wir befinden uns in einem deutschen Amt. Die ganze Sache wäre auch gar nicht so aufregend und erwähnenswert wenn sich dieses Amt in einer normalen deutschen Stadt befindet, wo man, wenn man ins Rathaus geht auch gar nichts anderes erwartet.
Wenn wir dieses Amt aber jetzt einmal nehmen und in ein Hochhaus mitten in einer mittelamerikanischen Hauptstadt versetzen, dann klingt das Ganze doch noch einmal interessanter.
So waren wir also gestern mitten in San José, mitten im tagtäglichen Chaos „aufm Amt“. Ich will es nicht Kulturschock der anderen Art nennen, aber es gab für die 3 Eirene Freiwilligen einiges altbekanntes zu entdecken, was auf Grund des Umfelds wie Neuentdeckungen Aufmerksamkeit erregte.
Deutsche. Schon als wir in den Aufzug stiegen, um in den 8. Stock zufahren, trafen wir auf Landsleute. Gerade verließen 3 deutsche den Aufzug: Frau Mama – groß, blond und schlank. Der Sohn – blond mit Deutschlandtrikot. Und seine kleine Schwester.
In der Botschaft. Fotos mit verschiedensten Motiven aus Deutschland, dazu der Bundeshorst, im Hintergrund die Europaflagge. Verschiedenste Ausgaben des Spiegels und der Wirtschaftswoche. Die Büroeinrichtung: deutsch-modern.
Die Beamten: jung und deutsch, reinstes hochdeutsch sprechend.
Es gibt also einen Platz in diesem Land, wo man deutsche Übergenauigkeit und Bürokratie noch live und in Farbe hinter Glasscheiben wie im Zoo verfolgen kann. Gut zu wissen. Für alle Fälle.
Übrigens auch die Öffnungszeiten sind einfach nur deutsch: von 9 Uhr bis 12 Uhr. Immerhin 3 Stunden pro Tag für die Probleme eines jeden Deutschen in Costa Rica.
Wir sind Amt! Sogar im Ausland.
Bis zum nächsten Mal.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Felix Gartner
Hier die Beschreibung: Es sitzen Menschen hinter Glasscheiben, bei denen man den Pass verlängern, Führungszeugnisse und sonstigen Rat erfragen kann. Diese Menschen tun dies in deutscher Gründlich- und Ordentlichkeit. Kopien eines Passes können ohne den Originalpass selbst gesehen zu haben auf keinen Fall beglaubigt werden. An den Wänden hängen Bilder vom Brandenburger Tor und von Bundespräsident Horst Köhler. Bevor man seinen Rat bei den Beamten erfragen kann, muss man abwarten bis sein Name aufgerufen wird. Solange kann man aber in Zeitschriften wie dem Spiegel oder der Wirtschaftswoche blättern und sich die Zeit im klimatisierten und melonefarbenen Wartezimmer verkürzen. Auch ein Plakat über die bald statt findende Motorenmesse in Karlsruhe informiert den Wartenden.
Haben Sie es schon erraten? Vielleicht kann Ihnen die Überschrift dabei helfen?
Und?
Die Antwort lautet: Wir befinden uns in einem deutschen Amt. Die ganze Sache wäre auch gar nicht so aufregend und erwähnenswert wenn sich dieses Amt in einer normalen deutschen Stadt befindet, wo man, wenn man ins Rathaus geht auch gar nichts anderes erwartet.
Wenn wir dieses Amt aber jetzt einmal nehmen und in ein Hochhaus mitten in einer mittelamerikanischen Hauptstadt versetzen, dann klingt das Ganze doch noch einmal interessanter.
So waren wir also gestern mitten in San José, mitten im tagtäglichen Chaos „aufm Amt“. Ich will es nicht Kulturschock der anderen Art nennen, aber es gab für die 3 Eirene Freiwilligen einiges altbekanntes zu entdecken, was auf Grund des Umfelds wie Neuentdeckungen Aufmerksamkeit erregte.
Deutsche. Schon als wir in den Aufzug stiegen, um in den 8. Stock zufahren, trafen wir auf Landsleute. Gerade verließen 3 deutsche den Aufzug: Frau Mama – groß, blond und schlank. Der Sohn – blond mit Deutschlandtrikot. Und seine kleine Schwester.
In der Botschaft. Fotos mit verschiedensten Motiven aus Deutschland, dazu der Bundeshorst, im Hintergrund die Europaflagge. Verschiedenste Ausgaben des Spiegels und der Wirtschaftswoche. Die Büroeinrichtung: deutsch-modern.
Die Beamten: jung und deutsch, reinstes hochdeutsch sprechend.
Es gibt also einen Platz in diesem Land, wo man deutsche Übergenauigkeit und Bürokratie noch live und in Farbe hinter Glasscheiben wie im Zoo verfolgen kann. Gut zu wissen. Für alle Fälle.
Übrigens auch die Öffnungszeiten sind einfach nur deutsch: von 9 Uhr bis 12 Uhr. Immerhin 3 Stunden pro Tag für die Probleme eines jeden Deutschen in Costa Rica.
Wir sind Amt! Sogar im Ausland.
Bis zum nächsten Mal.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Felix Gartner
Andrea, Barack und Felix im Oktoberstress
Hallo liebe Leser,
zuerst muss ich und möchte ich mich für meine absolute Disziplinlosigkeit im Monat Oktober entschuldigen.
Wäre ich jetzt Barack Obama könnte ich sagen: „ YES WE CAN. I want to be the most powerfull man on earth an because of this – YES WE CAN – I have to work verry hard an so I can’t write any reports on my Blog page. YES WE CAN. I will leed the glorious United Staats of the world, sorry, of America – YES WE CAN – out of the bush and into a great future. YES WE CAN.” Oder wäre ich Andrea Ypsilanti. Es scheint gerade schwieriger und Zeit aufreibender zu sein aus 3 linken Parteien eine Mehrheit zu bilden als in den USA als Afroamerikaner die Präsidentschaftswahlen zu gewinnen.
Aber auch als Freiwilliger in Costa Rica gibt es durchaus Entschuldigungen und Gründe einen Monat lang nicht in seinen Blog zu schreiben. Dennoch werde ich früher als die Bahn an die Börse, meinen neuesten Bericht aus Lateinamerikaner ins Netz stellen. Und zwar JETZT und das sogar ohne Bonuszahlungen von Eirene.
Genug lustige Witze gerissen, jetzt wird’s ernst. Hier also meine Entschuldigung:
ENTSCHULDIGUNG FÜR FEHLENDE EINTRÄGE IM WEBBLOG
Name: Felix Gartner
Wohnort: San Rafael de Heredia
Fehltage: über einen Monat
Gründe: Arbeit. Ich habe in diesem Monat also etwas getan. So wie es der ausgearbeitete „Plan de Trabajo“ vorsieht, habe ich den ganzen Monat in der „CEUNA“ gearbeitet. Die „CEUNA“ ist eine private Grund- und weiterführende Schule. Schüler können hier nach der 11. Klasse das „bachillerato“ vergleichbar mit dem Abitur erwerben.
Die Schule wird von der Universität in Heredia unterhalten und setzt ihre Schwerpunkte in der Umweltbildung. Die Gebäude sind auf einem Gelände einer ehemaligen Kaffeefinka errichtet worden, was bedeutet, dass die Schülern mitten in und mit der Natur lernen können. Die Schule besitzt einen eigenen Schulwald, ein „Centro de Acopio“ (Mülltrennungscenter) in klein und hat mehere kleine Gärtchen, wo Pflanzen aller Art gepflegt und behütet werden. Außerdem gibt es 3 Schulschildkröten, die in ihrem eigenen Schilkötiarium leben und Schulwürmer, die von den 1. Klässlern wöchentlich mit frischer Nahrung versorgt werden.
In dieser Schule also war ich den ganzen Monat jeden Tag von 8 bis 15 bzw. 16 Uhr. Die Direktorinnen, die Lehrerinnen und Lehrer sowie natürlich die Schüler haben mich hier ganz herzlich aufgenommen. Aber der 2. Woche hatte ich sogar meinen eigenen „horario“ (Stundenplan) und so wusste ich immer wann ich was machen kann. Montags und Donnerstag waren jeweils die „proyectos ecológicos“ dran. In den Umweltprojekten kümmerten sich die einen um die Schildkröten, die anderen um die Schmetterlinge, wieder andere um den Schulwald.
An den anderen Tagen war entweder selber Unterricht machen oder einfach nur zuhören angesagt. So gab ich in allen „Secundaria“- Stufen „english conservation“ oder hörte ein bisschen bei den „Primarias“ in den Unterricht rein.
Der Unterricht in der Grundchule (Primaria) ist eigentlich ähnlich wie in Deutschland. Neben dem Unterrichtsstoff muss in den ersten Jahren auch anderer Dinge wie nur einmal pro Stunde aufs Klo gehen, Ruhig sitzen bleiben können etc, vermittelt werden.
Die Lehrer hier haben dazu 2 Jahre mehr, nämlich 6 Grundschuljahre Zeit.
In der „Secundaria“ kommen dann andere Probleme auf die Lehrer zu. Wenn man da nicht strenge und Authorität zeigt oder hat, wird’s schwierig. Dies ist wohl das Problem vor allem junger Lehrer und ins besondere der Englischlehrerin hier in der CEUNA. So haben wir manchmal statt Englisch Unterricht, das Zimmer gefegt oder geputzt oder über andere wichtige Dinge des Lebens (auf Spanisch) gesprochen. Dennoch konnte ich aber meistens ein meine vorbereiteten Themen auf Englisch durchsetzen, so dass wenigstens jeder mindestens einen englischen Satz zu Thema sagen musste. Der Unterschied in den Klassen was „Englisch sprechen können“ angeht ist ziemlich groß. Einige wenige sprechen sehr gutes Englisch und viele sprechen schlechtes oder gar keines. Diese Struktur zieht sich durch alle Klassen der „Secundaria“. Viele, die jedoch Englisch sprechen, haben einige Jahre in den USA gelebt, eine Mutter oder einen Vater aus der USA oder es sich selbst beigebracht.
Zu meiner eigenen Schande muss ich gestehen, dass ich im Moment mein schlechtestes Englisch seit der 5. Klasse spreche. Ich habe zum Teil schon die Aussprache der Leute hier angenommen und in einem Englischen Satz, den ich ausspreche, rutscht mindestens ein spanische Wort rein.
Außerdem merke ich hier, dass mir die englische Sprache überhaupt nicht gefällt. Englisch kommt mir hier so strukturell, technisch vor. Spanisch dagegen mehr poetisch und gesungen. Die Melodie des Spanischen ist einfach schöner.
Genug philosophiert. So war ich also einen kurzen Monat lang in der CEUNA und hatte nachdem ich abends nach Hause kam, keine Motivation mehr übrig meinen „Fans“ in Alemania Bericht zu erstatten. Aber nicht nur ihr musstet leiden, auch der „Thomas’ Zauberberg“. Diesen entgültig zu besteigen und somit das Werk zu Ende zu lesen ist mir zudem nicht gelungen.
Ich bitte also um Entschuldigung und gelobe für die kommenden Monate Besserung.
Wenn ich auch gleich vorwarnen muss. Ab Samstag Reise ich Richtung Nicaragua. Denn am kommenden Mittwoch haben wir dort mitten auf dem Nicaraguasee in „Ometepe“ das erste Zwischenseminar von Eirene. Dazu werden alle Freiwilligen aus ganz Mittel- und Südamerika kommen, insgesamt etwa 30 Leute.
Also bitte nicht wundern, wenn es wieder eine Woche dauert bis der nächste Bericht kommt.
Ich hoffe die Entschuldigung ist angenommen?
So ich muss jetzt auch los. Dem Barack noch eine Glückwunschmail schreiben und in Hessen für Neuwahlen sorgen.
Bis dann – Glück auf,
Felix
zuerst muss ich und möchte ich mich für meine absolute Disziplinlosigkeit im Monat Oktober entschuldigen.
Wäre ich jetzt Barack Obama könnte ich sagen: „ YES WE CAN. I want to be the most powerfull man on earth an because of this – YES WE CAN – I have to work verry hard an so I can’t write any reports on my Blog page. YES WE CAN. I will leed the glorious United Staats of the world, sorry, of America – YES WE CAN – out of the bush and into a great future. YES WE CAN.” Oder wäre ich Andrea Ypsilanti. Es scheint gerade schwieriger und Zeit aufreibender zu sein aus 3 linken Parteien eine Mehrheit zu bilden als in den USA als Afroamerikaner die Präsidentschaftswahlen zu gewinnen.
Aber auch als Freiwilliger in Costa Rica gibt es durchaus Entschuldigungen und Gründe einen Monat lang nicht in seinen Blog zu schreiben. Dennoch werde ich früher als die Bahn an die Börse, meinen neuesten Bericht aus Lateinamerikaner ins Netz stellen. Und zwar JETZT und das sogar ohne Bonuszahlungen von Eirene.
Genug lustige Witze gerissen, jetzt wird’s ernst. Hier also meine Entschuldigung:
ENTSCHULDIGUNG FÜR FEHLENDE EINTRÄGE IM WEBBLOG
Name: Felix Gartner
Wohnort: San Rafael de Heredia
Fehltage: über einen Monat
Gründe: Arbeit. Ich habe in diesem Monat also etwas getan. So wie es der ausgearbeitete „Plan de Trabajo“ vorsieht, habe ich den ganzen Monat in der „CEUNA“ gearbeitet. Die „CEUNA“ ist eine private Grund- und weiterführende Schule. Schüler können hier nach der 11. Klasse das „bachillerato“ vergleichbar mit dem Abitur erwerben.
Die Schule wird von der Universität in Heredia unterhalten und setzt ihre Schwerpunkte in der Umweltbildung. Die Gebäude sind auf einem Gelände einer ehemaligen Kaffeefinka errichtet worden, was bedeutet, dass die Schülern mitten in und mit der Natur lernen können. Die Schule besitzt einen eigenen Schulwald, ein „Centro de Acopio“ (Mülltrennungscenter) in klein und hat mehere kleine Gärtchen, wo Pflanzen aller Art gepflegt und behütet werden. Außerdem gibt es 3 Schulschildkröten, die in ihrem eigenen Schilkötiarium leben und Schulwürmer, die von den 1. Klässlern wöchentlich mit frischer Nahrung versorgt werden.
In dieser Schule also war ich den ganzen Monat jeden Tag von 8 bis 15 bzw. 16 Uhr. Die Direktorinnen, die Lehrerinnen und Lehrer sowie natürlich die Schüler haben mich hier ganz herzlich aufgenommen. Aber der 2. Woche hatte ich sogar meinen eigenen „horario“ (Stundenplan) und so wusste ich immer wann ich was machen kann. Montags und Donnerstag waren jeweils die „proyectos ecológicos“ dran. In den Umweltprojekten kümmerten sich die einen um die Schildkröten, die anderen um die Schmetterlinge, wieder andere um den Schulwald.
An den anderen Tagen war entweder selber Unterricht machen oder einfach nur zuhören angesagt. So gab ich in allen „Secundaria“- Stufen „english conservation“ oder hörte ein bisschen bei den „Primarias“ in den Unterricht rein.
Der Unterricht in der Grundchule (Primaria) ist eigentlich ähnlich wie in Deutschland. Neben dem Unterrichtsstoff muss in den ersten Jahren auch anderer Dinge wie nur einmal pro Stunde aufs Klo gehen, Ruhig sitzen bleiben können etc, vermittelt werden.
Die Lehrer hier haben dazu 2 Jahre mehr, nämlich 6 Grundschuljahre Zeit.
In der „Secundaria“ kommen dann andere Probleme auf die Lehrer zu. Wenn man da nicht strenge und Authorität zeigt oder hat, wird’s schwierig. Dies ist wohl das Problem vor allem junger Lehrer und ins besondere der Englischlehrerin hier in der CEUNA. So haben wir manchmal statt Englisch Unterricht, das Zimmer gefegt oder geputzt oder über andere wichtige Dinge des Lebens (auf Spanisch) gesprochen. Dennoch konnte ich aber meistens ein meine vorbereiteten Themen auf Englisch durchsetzen, so dass wenigstens jeder mindestens einen englischen Satz zu Thema sagen musste. Der Unterschied in den Klassen was „Englisch sprechen können“ angeht ist ziemlich groß. Einige wenige sprechen sehr gutes Englisch und viele sprechen schlechtes oder gar keines. Diese Struktur zieht sich durch alle Klassen der „Secundaria“. Viele, die jedoch Englisch sprechen, haben einige Jahre in den USA gelebt, eine Mutter oder einen Vater aus der USA oder es sich selbst beigebracht.
Zu meiner eigenen Schande muss ich gestehen, dass ich im Moment mein schlechtestes Englisch seit der 5. Klasse spreche. Ich habe zum Teil schon die Aussprache der Leute hier angenommen und in einem Englischen Satz, den ich ausspreche, rutscht mindestens ein spanische Wort rein.
Außerdem merke ich hier, dass mir die englische Sprache überhaupt nicht gefällt. Englisch kommt mir hier so strukturell, technisch vor. Spanisch dagegen mehr poetisch und gesungen. Die Melodie des Spanischen ist einfach schöner.
Genug philosophiert. So war ich also einen kurzen Monat lang in der CEUNA und hatte nachdem ich abends nach Hause kam, keine Motivation mehr übrig meinen „Fans“ in Alemania Bericht zu erstatten. Aber nicht nur ihr musstet leiden, auch der „Thomas’ Zauberberg“. Diesen entgültig zu besteigen und somit das Werk zu Ende zu lesen ist mir zudem nicht gelungen.
Ich bitte also um Entschuldigung und gelobe für die kommenden Monate Besserung.
Wenn ich auch gleich vorwarnen muss. Ab Samstag Reise ich Richtung Nicaragua. Denn am kommenden Mittwoch haben wir dort mitten auf dem Nicaraguasee in „Ometepe“ das erste Zwischenseminar von Eirene. Dazu werden alle Freiwilligen aus ganz Mittel- und Südamerika kommen, insgesamt etwa 30 Leute.
Also bitte nicht wundern, wenn es wieder eine Woche dauert bis der nächste Bericht kommt.
Ich hoffe die Entschuldigung ist angenommen?
So ich muss jetzt auch los. Dem Barack noch eine Glückwunschmail schreiben und in Hessen für Neuwahlen sorgen.
Bis dann – Glück auf,
Felix
Mittwoch, 1. Oktober 2008
MNNextra – F. Gartner bezwingt seinen ersten 600-Seiter
(fga)San Rafael – So eben erreichte die Redaktion folgende Meldung. Der Eirene-Freiwillige Felix Gartner hat am gestrigen Dienstagabend seinen ersten 600-Seiter zu Ende gelesen. Wie berichtet wurde, ist der selbsternannte TV-Junkie einem amerikanischen Roman von Bestseller-Autor T.C. Boyle namens „World’s End“ zum Opfer gefallen. Das genau 615-seitige Werk verschlag er nach Angaben von Zeugen in weniger als 4 Wochen.
Doch das, so das Opfer in einem kurzen Interview, sei nicht das Ende. Wie in Trance und noch im Schock fuhr Gartner am Dienstagnachmittag aus Angst nichts mehr zu lesen zu haben, in die Hauptstadt des Landes, um dort eine Buchhandlung zu suchen die deutsche Werke anbot. So wurde er auch fündig. In der Fußgängerzone traf er außerdem ein weiteres wohl weibliches Opfer, deren Name bis zur Stunde unbekannt ist, um gemeinsam mit ihr den Laden zu stürmen. Der Ladenbesitzer bestätigte auf Anfrage die Meldung, dass diese 2 deutschen sofort nach „libros alemanes“ gefragt haben und dann etwa 15 Minuten vor dem Bücherregal standen.
Schließlich entschied sich Felix G. für einen Thomas Mann-Klassiker. „Der Zauberberg“ umfasst fasst 1000 Seiten. Mehr Informationen demnächst hier.
Doch das, so das Opfer in einem kurzen Interview, sei nicht das Ende. Wie in Trance und noch im Schock fuhr Gartner am Dienstagnachmittag aus Angst nichts mehr zu lesen zu haben, in die Hauptstadt des Landes, um dort eine Buchhandlung zu suchen die deutsche Werke anbot. So wurde er auch fündig. In der Fußgängerzone traf er außerdem ein weiteres wohl weibliches Opfer, deren Name bis zur Stunde unbekannt ist, um gemeinsam mit ihr den Laden zu stürmen. Der Ladenbesitzer bestätigte auf Anfrage die Meldung, dass diese 2 deutschen sofort nach „libros alemanes“ gefragt haben und dann etwa 15 Minuten vor dem Bücherregal standen.
Schließlich entschied sich Felix G. für einen Thomas Mann-Klassiker. „Der Zauberberg“ umfasst fasst 1000 Seiten. Mehr Informationen demnächst hier.
Cumpleaños Feliz – 2 Geburtstage, 1 Wochenende
Liebe Feiergemeinde,
dieses Wochenende steppte der Bär in San Rafael. Es gab gleich 2 Geburtstage „in meiner Familie“ – also der Familie meiner Vermieterin, die gerne für mich wascht, kocht und sich sonst auch rührend um mich sorgt. Fast so wie eine zweite Susi.
Zum einen wurde am Samstag der 27. Geburtstag vom Mann ihrer Enkelin gefeiert und am Sonntag wurde dann ein anderer Enkel ein Jahr alt.
Es ist übrigens kein Wunder, dass die Geburtstage so nebeneinander liegen. Margha hat 5 Kinder 3 Mädels und 2 Jungs. Und jeder von denen hat zwischen 1 und 3 Kinder, dazu kommen noch, dass manche schon wieder neu vermählt sind und ihre Enkel wiederum Kinder haben. Wie man sieht, sind die hier sehr Kinderfreundlich.
Nun denn. So sind wir am Samstag Abend um 18 Uhr – es war, welch ein Wunder, schon wieder dunkel – nach Concepción, ein Dorf auf dem Berg, gefahren, um dort in einer Finka den Geburtstag zu feiern.
Alles war bereit. Das Fernsehgerät mit Anlage und Mikrophon war bereit für eine runde Karaoke, die Tanzfläche wartete sehsüchtig auf sich zum Rhythmus bewegende Füße und ich hätte gerne zur Feier des Tages ein Bierchen getrunken.
Jetzt mussten wir aber erst einmal auf die Gäste warten. Diese trudelten dann auch nach und nach ein und dann konnte es losgehen. Es gab eine tapasähnliche Vorspeise, ein Hauptgericht mit Reis, Bohnenmus (Juhuuuuuuu!) und Salat, zudem eine Nachspeise bestehend aus Marshmellows am Spieß und ganz zum Schluss Geburtstagstorte. Auf mein sehsüchtigerwartetes Bier habe ich vergebens gewartet, es sollte ein alkoholfreier Geburtstag werden.
Dafür war ich zwischen Hauptgang und Marshmellows mit Singen dran. Ich bekam ein Lied von Abba, dass ich aber leider nicht kannte. Und der einigste Grund, warum es auf einer spanischen Karaoke DVD drauf war und es die anderen um mich herum kannten, war der Titel des Lieds: „Chiquitita“, ist spanisch und finden deshalb alle toll. Zuvor lief schon „Vino Griego“, also die spanische Version vom griechischen Wein und „Te conozco“, ein Lied das ich hätte wie ein Opernsänger trällern können, aber bei „Chiquitita“ musste ich passen. Ich habe trotzdem mein Bestes gegeben und habe einen Applaus am Ende meiner Darbietung bekommen.
Außerdem folgte gleich der nächste Höhepunkt. Die „Cimarronas“ standen in den Startlöchern. Mit 2 Saxophonen, einer Trompete, einer Posaune und einem Schlagzeug legten sie los.
Sie spielten vorwiegend einheimische Rhythmen: Cumba, Salsa oder Merengue und der Sound immer ein bisschen „trashig“ wie unsere Guggenmusik an Fasnacht. Eigentlich gar nicht übel.
Bis allerdings die Menge (maximum 20 Leute) in Fahrt gekommen war, musste die Band erst mal kräftig vorlegen und hatte fast schon aufgegeben.
Zum Schluss gab es dann noch ein Geburtstagsständchen und der Geburtstagskuchen wurde angeschnitten.
Dann war die „Party“ auch schon zu Ende. Es war ja auch schon 11. DIOS MIO! Viel zu spät für meine lieben Ticos, weshalb die ganze Meute dann auch schnell verschwunden war.
Das Geburtstagskind war wohl darüber froh. Er hat an dem gesamten Abend eher wie ein ausgelutschtes Würstchen dreingeschaut, als sich über das Leben zu freuen. Ich weiß ja nicht, ob er immer so schaut, aber zu mindestens an seinem Geburtstag und für seine Gäste kann man doch mal ein kleines Lachen auflegen.
Aber auch am Sonntag, als der Geburtstag des „Kleinen“ anstand, zog er dieselbe Miene wie am Abend zuvor.
Diesmal gings’ also nach San Pablo zum Enkel - Geburtstag feiern.
Hier habe ich dann schön ein Cafésito zu mir genommen (oder auch 3) zu kauen gab es auch wiedereinmal genug und diesmal gab zur Freude aller Kinder Fanta mit Kaugummigeschmack. Dieser Geschmack passte irgendwie zum Geruch des Hauses. Es roch nach frisch geputzt und zwar nach muchoooooo Putzmittel mit noch mehr Duft.
Außerdem habe ich noch ein kleines Pläuderchen mit einer Freundin des Kindsvaters gehalten. Der wie auch diese Freundin sind Ecuadorianer und sind damals zusammen nach Costa-Rica gekommen. Also habe ich sie ein bisschen über ihre Heimat ausgequetscht und ich habe zum gefühlten 999. Mal „meine Geschichte“ erzählt. Nun will ich sie also auch Euch nicht vorenthalten.
„Buenas. Yo soy Felix. – Qué Phillips? – No, me llamo Félix como el gato y feliz – Ah, Fääälix. - Sí, soy alemán. – De qué parte de Alemania ? – Del sur. Cerca de la fronterra de Francía, cerca de Estuttgart. – Bavaría, Munich ? – Sí, más o menos. Son como 3 horas de mi ciudad. – Y Usted, qué está aqui ? Intercamio ? - No, yo soy como un volutario en San Rafael de Heredia. Trabajo en el tema de medio ambiente. Por ejemplo en differentes escuelas o con varios grupos del barrios que trabajan en el medio ambiente. – Aha, y ganas dinero por su trabajo? - No, soy de una organización en Alemania, se llama Eirene – E, I, ERRE, E, ENNE, E. Es griego y significa Paz. Ellos mandan gente por muchos paises del mundo, Africa, Latinoamerica y tambien Europa. Ellos me obtienen dinero para sobrevivir aqui. -
Ah sí, que dicha. Y cuando tiempo va a estar en Costa-Rica ? – Más o menos un ano. Estoy aqui hace 7 semanas, hace el fin de julio, y voy a quedar en mi trbajo hasta el septiembre del proximo ano….”
(Bis hierhin solls dann mal reichen, also jetzt wisst Ihr, oder auch nicht, was ich so erzähle, wenn ich gefragt werde, das Kursivgedruckte bin ich, für grammatikalische und sonstige Fehler wird keine Haftung übernommen. Gracias.)
So ging auch dieser Geburtstag nach ein paar Fotos machen, immer schön grinsen (auf den Fotos meine ich) und mehr essen und mehr trinken schließlich vorbei.
Zu Hause bin ich dann völlig platt gegen halb 8, nach noch ein bisschen lesen, sanft wie ein kleines Lämmchen eingeschlafen.
Pura Vida,
Fääälix
dieses Wochenende steppte der Bär in San Rafael. Es gab gleich 2 Geburtstage „in meiner Familie“ – also der Familie meiner Vermieterin, die gerne für mich wascht, kocht und sich sonst auch rührend um mich sorgt. Fast so wie eine zweite Susi.
Zum einen wurde am Samstag der 27. Geburtstag vom Mann ihrer Enkelin gefeiert und am Sonntag wurde dann ein anderer Enkel ein Jahr alt.
Es ist übrigens kein Wunder, dass die Geburtstage so nebeneinander liegen. Margha hat 5 Kinder 3 Mädels und 2 Jungs. Und jeder von denen hat zwischen 1 und 3 Kinder, dazu kommen noch, dass manche schon wieder neu vermählt sind und ihre Enkel wiederum Kinder haben. Wie man sieht, sind die hier sehr Kinderfreundlich.
Nun denn. So sind wir am Samstag Abend um 18 Uhr – es war, welch ein Wunder, schon wieder dunkel – nach Concepción, ein Dorf auf dem Berg, gefahren, um dort in einer Finka den Geburtstag zu feiern.
Alles war bereit. Das Fernsehgerät mit Anlage und Mikrophon war bereit für eine runde Karaoke, die Tanzfläche wartete sehsüchtig auf sich zum Rhythmus bewegende Füße und ich hätte gerne zur Feier des Tages ein Bierchen getrunken.
Jetzt mussten wir aber erst einmal auf die Gäste warten. Diese trudelten dann auch nach und nach ein und dann konnte es losgehen. Es gab eine tapasähnliche Vorspeise, ein Hauptgericht mit Reis, Bohnenmus (Juhuuuuuuu!) und Salat, zudem eine Nachspeise bestehend aus Marshmellows am Spieß und ganz zum Schluss Geburtstagstorte. Auf mein sehsüchtigerwartetes Bier habe ich vergebens gewartet, es sollte ein alkoholfreier Geburtstag werden.
Dafür war ich zwischen Hauptgang und Marshmellows mit Singen dran. Ich bekam ein Lied von Abba, dass ich aber leider nicht kannte. Und der einigste Grund, warum es auf einer spanischen Karaoke DVD drauf war und es die anderen um mich herum kannten, war der Titel des Lieds: „Chiquitita“, ist spanisch und finden deshalb alle toll. Zuvor lief schon „Vino Griego“, also die spanische Version vom griechischen Wein und „Te conozco“, ein Lied das ich hätte wie ein Opernsänger trällern können, aber bei „Chiquitita“ musste ich passen. Ich habe trotzdem mein Bestes gegeben und habe einen Applaus am Ende meiner Darbietung bekommen.
Außerdem folgte gleich der nächste Höhepunkt. Die „Cimarronas“ standen in den Startlöchern. Mit 2 Saxophonen, einer Trompete, einer Posaune und einem Schlagzeug legten sie los.
Sie spielten vorwiegend einheimische Rhythmen: Cumba, Salsa oder Merengue und der Sound immer ein bisschen „trashig“ wie unsere Guggenmusik an Fasnacht. Eigentlich gar nicht übel.
Bis allerdings die Menge (maximum 20 Leute) in Fahrt gekommen war, musste die Band erst mal kräftig vorlegen und hatte fast schon aufgegeben.
Zum Schluss gab es dann noch ein Geburtstagsständchen und der Geburtstagskuchen wurde angeschnitten.
Dann war die „Party“ auch schon zu Ende. Es war ja auch schon 11. DIOS MIO! Viel zu spät für meine lieben Ticos, weshalb die ganze Meute dann auch schnell verschwunden war.
Das Geburtstagskind war wohl darüber froh. Er hat an dem gesamten Abend eher wie ein ausgelutschtes Würstchen dreingeschaut, als sich über das Leben zu freuen. Ich weiß ja nicht, ob er immer so schaut, aber zu mindestens an seinem Geburtstag und für seine Gäste kann man doch mal ein kleines Lachen auflegen.
Aber auch am Sonntag, als der Geburtstag des „Kleinen“ anstand, zog er dieselbe Miene wie am Abend zuvor.
Diesmal gings’ also nach San Pablo zum Enkel - Geburtstag feiern.
Hier habe ich dann schön ein Cafésito zu mir genommen (oder auch 3) zu kauen gab es auch wiedereinmal genug und diesmal gab zur Freude aller Kinder Fanta mit Kaugummigeschmack. Dieser Geschmack passte irgendwie zum Geruch des Hauses. Es roch nach frisch geputzt und zwar nach muchoooooo Putzmittel mit noch mehr Duft.
Außerdem habe ich noch ein kleines Pläuderchen mit einer Freundin des Kindsvaters gehalten. Der wie auch diese Freundin sind Ecuadorianer und sind damals zusammen nach Costa-Rica gekommen. Also habe ich sie ein bisschen über ihre Heimat ausgequetscht und ich habe zum gefühlten 999. Mal „meine Geschichte“ erzählt. Nun will ich sie also auch Euch nicht vorenthalten.
„Buenas. Yo soy Felix. – Qué Phillips? – No, me llamo Félix como el gato y feliz – Ah, Fääälix. - Sí, soy alemán. – De qué parte de Alemania ? – Del sur. Cerca de la fronterra de Francía, cerca de Estuttgart. – Bavaría, Munich ? – Sí, más o menos. Son como 3 horas de mi ciudad. – Y Usted, qué está aqui ? Intercamio ? - No, yo soy como un volutario en San Rafael de Heredia. Trabajo en el tema de medio ambiente. Por ejemplo en differentes escuelas o con varios grupos del barrios que trabajan en el medio ambiente. – Aha, y ganas dinero por su trabajo? - No, soy de una organización en Alemania, se llama Eirene – E, I, ERRE, E, ENNE, E. Es griego y significa Paz. Ellos mandan gente por muchos paises del mundo, Africa, Latinoamerica y tambien Europa. Ellos me obtienen dinero para sobrevivir aqui. -
Ah sí, que dicha. Y cuando tiempo va a estar en Costa-Rica ? – Más o menos un ano. Estoy aqui hace 7 semanas, hace el fin de julio, y voy a quedar en mi trbajo hasta el septiembre del proximo ano….”
(Bis hierhin solls dann mal reichen, also jetzt wisst Ihr, oder auch nicht, was ich so erzähle, wenn ich gefragt werde, das Kursivgedruckte bin ich, für grammatikalische und sonstige Fehler wird keine Haftung übernommen. Gracias.)
So ging auch dieser Geburtstag nach ein paar Fotos machen, immer schön grinsen (auf den Fotos meine ich) und mehr essen und mehr trinken schließlich vorbei.
Zu Hause bin ich dann völlig platt gegen halb 8, nach noch ein bisschen lesen, sanft wie ein kleines Lämmchen eingeschlafen.
Pura Vida,
Fääälix
Pasiones Prohibidas
Oder „Verbotene Liebe“ auf spanisch
„Was du lebst! Wir dachten alle, du seiest tot.“ – „Ich bin nicht der, für den du mich hältst. Ich bin nicht Nikolas. Ich bin Stephan La Cruz.“ (mal eben einen Bart aufgeklebt und schon ein anderer) – „Oh, Gott. Du siehst ihm soooo ähnlich“
Und damit einen wunderschönen Abend an alle Telenovelafans dieser Erde,
eigentlich sind diese Sendungen laut costaricanischen Marketingexperten „Prohibido para Hombres“ – also für Männer verboten – doch spätestens wenn um 6 p.m. Canal 6 läuft und ein Nigaraguaner , ein Deutscher und eine Tica vor der Glotze im Schlafzimmer sitzen, ist die Quote gebrochen, es steht 2 zu 1 und „Oh nein. Die Böse ist aus dem Gefängnis.“
Hiermit muss ich leider eingestehen. Ich glaube mich hats erwischt. Nach nur 3 Wochen intensiverem Fernsehprogrammstudium bin ich ein Opfer des „Telenovelamonsters“ geworden.
„Es“ ist immer da. Wenn man die Glotze einschaltet und weder schlechtsynchronisierte Kindersendungen oder Tokio Hotel auf Englisch anhören will, bleibt einem nur noch Canal 6 mit seinen Novelas. Angefangen von „Mujeres – Casos de la Vida Real“ über „Las Tontas No Van al Cielo“ bis hin eben zu den „Pasiones Prohibidas“.
Aber wie ich von zurückgekehrten Guatemalafreiwilligen gehört habe, ist es Ihnen auch nicht anders gegangen.
Nun denn, also Montag bis Freitag, 6 p.m. auf Canal 6 –
Schalten Sie ein!
P.S.:Was mich jetzt noch interessieren würde ist, kommt der Ehemann von der guten Zwillingsschwester wieder frei?
„Was du lebst! Wir dachten alle, du seiest tot.“ – „Ich bin nicht der, für den du mich hältst. Ich bin nicht Nikolas. Ich bin Stephan La Cruz.“ (mal eben einen Bart aufgeklebt und schon ein anderer) – „Oh, Gott. Du siehst ihm soooo ähnlich“
Und damit einen wunderschönen Abend an alle Telenovelafans dieser Erde,
eigentlich sind diese Sendungen laut costaricanischen Marketingexperten „Prohibido para Hombres“ – also für Männer verboten – doch spätestens wenn um 6 p.m. Canal 6 läuft und ein Nigaraguaner , ein Deutscher und eine Tica vor der Glotze im Schlafzimmer sitzen, ist die Quote gebrochen, es steht 2 zu 1 und „Oh nein. Die Böse ist aus dem Gefängnis.“
Hiermit muss ich leider eingestehen. Ich glaube mich hats erwischt. Nach nur 3 Wochen intensiverem Fernsehprogrammstudium bin ich ein Opfer des „Telenovelamonsters“ geworden.
„Es“ ist immer da. Wenn man die Glotze einschaltet und weder schlechtsynchronisierte Kindersendungen oder Tokio Hotel auf Englisch anhören will, bleibt einem nur noch Canal 6 mit seinen Novelas. Angefangen von „Mujeres – Casos de la Vida Real“ über „Las Tontas No Van al Cielo“ bis hin eben zu den „Pasiones Prohibidas“.
Aber wie ich von zurückgekehrten Guatemalafreiwilligen gehört habe, ist es Ihnen auch nicht anders gegangen.
Nun denn, also Montag bis Freitag, 6 p.m. auf Canal 6 –
Schalten Sie ein!
P.S.:Was mich jetzt noch interessieren würde ist, kommt der Ehemann von der guten Zwillingsschwester wieder frei?
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